Passkeys einrichten: iPhone, Android, Windows und Mac
Passkeys Schritt für Schritt einrichten auf iPhone, Android, Windows und Mac, dazu Google, Microsoft, Apple, Amazon und PayPal. Mit Backup- und Recovery-Tipps.
Login-SicherheitVeröffentlicht
Das Einrichten eines Passkeys dauert pro Dienst etwa eine Minute. Sie öffnen die Sicherheitseinstellungen des Kontos, wählen „Passkey erstellen“ und bestätigen mit Fingerabdruck, Gesicht oder Bildschirmsperre. Diese Anleitung behandelt die Vorbereitung, die Schritte je Gerät und die größten Dienste. Menüs ändern sich mit Updates, nehmen Sie die Pfade daher als Orientierung und suchen Sie nach den Wörtern „Passkey“ oder „passwortlos“, falls eine Bezeichnung abweicht. Stand: Oktober 2026.
Vorbereitung
- Bildschirmsperre einrichten. Ein Passkey braucht PIN, Muster, Passwort oder Biometrie auf dem Gerät, das ihn hält.
- Gerät aktualisieren. Passkeys brauchen ein einigermaßen aktuelles System: iOS 16 oder neuer, Android 9 oder neuer, Windows 10 oder 11, macOS Ventura oder neuer sowie einen aktuellen Browser. Für die unten genannten neueren Funktionen helfen die aktuellsten Versionen.
- Speicherort festlegen. Auf Apple-Geräten ist das der iCloud-Schlüsselbund, auf Android der Google Passwortmanager. Wer Hersteller mischt, sollte einen Passwortmanager mit Passkey-Unterstützung erwägen.
- Dieses Konto absichern. Wer in Ihr Apple-, Google- oder Passwortmanager-Konto gelangt, erreicht Ihre synchronisierten Passkeys. Aktivieren Sie dort die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
iPhone und iPad
- Prüfen Sie, dass der iCloud-Schlüsselbund beziehungsweise die Passwörter-Synchronisierung aktiv ist (Einstellungen > Ihr Name > iCloud > Passwörter). Apple verlangt dafür die Zwei-Faktor-Authentifizierung für das Apple-Konto.
- Öffnen Sie die Webseite oder App und gehen Sie in deren Sicherheits- oder Anmeldeeinstellungen. Tippen Sie auf „Passkey erstellen“ (oder am Login-Fenster auf „Weiter mit Passkey“).
- Bestätigen Sie mit Face ID oder Touch ID.
- Ihre Passkeys finden Sie später in der App „Passwörter“ (iOS 18 und neuer) oder unter Einstellungen > Passwörter.
Android
- Stellen Sie sicher, dass eine Bildschirmsperre gesetzt ist und der Google Passwortmanager als Anbieter gewählt ist (Einstellungen > Passwörter, Passkeys und Konten, die Bezeichnung variiert je nach Gerät).
- Wählen Sie in den Einstellungen des Dienstes „Passkey erstellen“ und bestätigen Sie mit Fingerabdruck, Gesicht oder Bildschirmsperre.
- Ihre Passkeys prüfen Sie unter passwords.google.com, in Chrome oder in den Android-Einstellungen. Sie können Webseiten außerdem erlauben, automatisch Passkeys anzulegen, wenn bereits ein Passwort gespeichert ist, und das wieder abschalten, wenn Sie lieber jedes Mal selbst entscheiden.
Windows
- Richten Sie Windows Hello ein (Einstellungen > Konten > Anmeldeoptionen) mit Gesicht, Fingerabdruck oder PIN.
- Öffnen Sie in Edge oder Chrome die Sicherheitseinstellungen des Dienstes und erstellen Sie den Passkey. Windows fragt nach Ihrer Hello-Methode.
- Ein Windows-Hello-Passkey bleibt auf diesem PC. Wollen Sie synchronisierte Passkeys, wählen Sie Ihren Passwortmanager als Passkey-Anbieter. Seit Ende 2025 unterstützt Windows 11 Passkey-Manager von Drittanbietern wie 1Password und Bitwarden über ein Plug-in-Modell, in aktuellen Versionen unter Einstellungen > Konten > Passkeys.
- Für die Anmeldung unter Windows mit dem Passkey eines Handys wählen Sie die Smartphone-Option, scannen den QR-Code und bestätigen.
Mac
- Nutzen Sie macOS Ventura oder neuer, mit aktivem iCloud-Schlüsselbund beziehungsweise aktiven Passwörtern.
- Gehen Sie in Safari (oder einem anderen unterstützten Browser) zu den Sicherheitseinstellungen des Dienstes und wählen Sie „Passkey erstellen“.
- Bestätigen Sie mit Touch ID oder Ihrem Mac-Passwort. Verwalten können Sie Passkeys in der App „Passwörter“ (macOS Sequoia und neuer) oder in den Systemeinstellungen.
Die größten Dienste
| Dienst | So richten Sie den Passkey ein |
|---|---|
| Rufen Sie g.co/passkeys auf, melden Sie sich an und folgen Sie den Hinweisen. Die Einstellung liegt im Google-Konto unter Sicherheit | |
| Microsoft | Öffnen Sie die Sicherheitsseite Ihres Microsoft-Kontos, dort „Erweiterte Sicherheitsoptionen“, wählen Sie „Neue Anmelde- oder Bestätigungsmethode hinzufügen“ und dann Gesicht, Fingerabdruck, PIN oder Sicherheitsschlüssel. Neue private Konten sind seit 2025 standardmäßig passwortlos |
| Apple | Ihr Apple-Konto ist durch vertrauenswürdige Geräte, Zwei-Faktor-Authentifizierung und optional Sicherheitsschlüssel geschützt. Passkeys für andere Dienste legen Sie in Safari oder Apps an, sie liegen im iCloud-Schlüsselbund |
| Amazon | Öffnen Sie in Ihrem Konto „Anmeldung und Sicherheit“, suchen Sie „Passkey“ und wählen Sie „Einrichten“. Das erfolgt in der Regel im Browser |
| PayPal | Suchen Sie in den Sicherheitseinstellungen des Kontos nach „Passkeys“. Die Verfügbarkeit hängt von Land und Gerät ab, prüfen Sie daher, ob die Option bei Ihnen aufgeführt ist |
Die Unterstützung unterscheidet sich je nach Region und ändert sich. Finden Sie die Option nicht, bietet der Dienst Passkeys für Ihr Konto womöglich noch nicht an.
Passkey vom Handy an einem anderen Computer nutzen
Melden Sie sich an einem Computer an, der Ihren Passkey nicht hat, wählen Sie die Option für Smartphone oder Tablet. Der Computer zeigt einen QR-Code. Scannen Sie ihn mit dem Handy, das per Bluetooth prüft, ob es sich in der Nähe befindet, und bestätigen Sie mit Ihrer Biometrie. Das funktioniert auf den meisten aktuellen Systemen und ist ein guter Weg, einen öffentlichen oder geteilten Rechner ohne Passworteingabe zu nutzen.
Nach dem Einrichten: Absichern und testen
- Login testen, am besten in einem privaten Fenster, bevor Sie sich darauf verlassen.
- Zweiten Zugang hinterlegen. Fügen Sie ein zweites Gerät, einen Hardware-Schlüssel (siehe beste Sicherheitsschlüssel) hinzu oder drucken Sie Backup-Codes aus.
- Wiederherstellungsweg kennen. Lesen Sie die Konto-Wiederherstellung, solange alles noch funktioniert.
- Wechsel zwischen Managern. Mit dem Credential-Exchange-Standard der FIDO Alliance übertragen unterstützende Apps Passkeys verschlüsselt. Apple (iOS 26) und Android (über die Google Play-Dienste) unterstützen ihn Stand Mitte 2026, nicht jeder Manager aber bereits.
Das BSI weist darauf hin, dass Passkeys durch lokale Backups oder Cloud-Synchronisierung wiederherstellbar sind, und empfiehlt bei FIDO2-Sicherheitsschlüsseln, jeden Schlüssel einzeln zu registrieren, da sie sich nicht kopieren lassen.
Häufige Probleme
- Keine Passkey-Option sichtbar. Der Dienst oder Ihr Browser unterstützt sie womöglich noch nicht. Aktualisieren Sie oder probieren Sie einen anderen Browser.
- Passkey wird beim Login nicht angeboten. Er liegt eventuell bei einem anderen Anbieter als dem auf diesem Gerät aktiven. Nutzen Sie die Smartphone-Option oder öffnen Sie Ihren Manager.
- Auf dem Firmengerät geht es nicht. Unternehmensrichtlinien können Passkeys sperren. Fragen Sie Ihre Administration.
Mit einigen wichtigen Konten und einer funktionierenden Wiederherstellung haben Sie den größten Teil des Passwort-Risikos beseitigt, ohne etwas Kompliziertes zu lernen.
Häufige Fragen
Wo finde ich die Passkey-Option eines Dienstes?
Suchen Sie in den Sicherheits- oder Anmeldeeinstellungen des Kontos nach Einträgen wie Passkeys, Passwortlose Anmeldung oder Anmeldemethoden. Manche Seiten bieten die Erstellung auch direkt nach einem Login mit Passwort an.
Kann ich einen Passkey am Handy anlegen und am Laptop nutzen?
Ja. Sind Ihre Passkeys synchronisiert, erscheinen sie auf Ihren anderen Geräten im selben Ökosystem oder im Passwortmanager. Andernfalls wählen Sie die Anmeldung mit Smartphone oder Tablet: Der Laptop zeigt einen QR-Code, Sie scannen ihn und bestätigen am Handy.
Brauche ich einen Passwortmanager für Passkeys?
Nein. Apple, Google und Microsoft haben eigene integrierte Lösungen. Ein Passwortmanager lohnt sich, wenn Sie Geräte mehrerer Hersteller nutzen und Passwörter wie Passkeys an einem Ort halten möchten.
Soll ich mein Passwort nach dem Einrichten entfernen?
Nur wenn der Dienst es erlaubt und Ihr Wiederherstellungsweg funktioniert. Sonst behalten Sie ein langes, einmaliges Passwort und die Zwei-Faktor-Authentifizierung als Rückfall.
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