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Beste kostenlose Passwortmanager 2026 im Vergleich

Bitwarden, Proton Pass und KeePassXC bieten wirklich nutzbare Gratis-Passwortmanager, Dashlane und 1Password nicht mehr. Grenzen und Kompromisse im Überblick.

VergleicheVeröffentlicht

Wenn Sie einen kostenlosen Passwortmanager suchen, der die Grundfunktionen nicht beschneidet, wählen Sie Bitwarden, Proton Pass oder KeePassXC. Alle drei speichern unbegrenzt Passwörter und Passkeys ohne Kosten, sie unterscheiden sich darin, worauf Sie verzichten. Diese Seite zeigt, was die Gratisoptionen im Oktober 2026 tatsächlich enthalten und welche Manager gar keinen Gratisplan mehr haben. Bezahlvarianten finden Sie in unserer Übersicht beste Passwortmanager.

So bewerten wir Gratispläne

Es sind redaktionelle Einschätzungen aus Herstellerangaben und öffentlichen Informationen, keine Labortests. Für jeden Manager nutzen wir die Kriterien aller unserer Vergleiche: Verschlüsselungsmodell (Zero Knowledge), unabhängige Audits, Passkey-Unterstützung, Serverstandort und EU-Option, Wiederherstellung, Export und Wechsel, Preis und Plattformen. Bei Gratisplänen kommt eine Frage hinzu: Deckt die kostenlose Stufe den Alltag aus Speichern, Ausfüllen und Synchronisieren über mehrere Geräte ab, ohne versteckte Zeitgrenze?

Vergleichstabelle

Manager Gratisplan Enthalten Zurückgehalten Audits EU- / Serveroption
Bitwarden Ja, dauerhaft Unbegrenzte Zugangsdaten und Geräte, Passkey-Speicher, Passwortgenerator Eingebauter Authenticator, Dateianhänge, Notfallzugriff, Tresor-Berichte Cure53, ETH Zürich, SOC 2 EU-Region, Selbst-Hosting
Proton Pass Ja, dauerhaft Unbegrenzte Zugangsdaten, Notizen, Karten, Geräte, Passkeys, 10 E-Mail-Aliase Eingebauter Authenticator, Tresor-Teilen, unbegrenzte Aliase, Dark-Web-Überwachung Cure53-Audit veröffentlicht Schweizer Anbieter
KeePassXC Freie Software Alles, lokal gespeichert Keine Cloud-Synchronisierung, keine offizielle Mobil-App, kein Support Unabhängiges Audit 2023, ANSSI-Zertifizierung Lokale Datei
NordPass Ja, eingeschränkt Grundlegende Speicherung und Autofill, begrenzte Gerätenutzung Mehrgerätenutzung und Extras Cure53 (Business, 2020), ISO 27001 laut Anbieter Litauische Wurzeln
Keeper Eingeschränkte Gratisstufe nach der Plan-Neuordnung im Februar 2026 Aktuellen Umfang auf der Anbieterseite prüfen Die meisten Funktionen kosten SOC 2, ISO 27001 laut Anbieter EU-Regionen verfügbar
Dashlane Kein Gratisplan seit September 2025 Geld-zurück-Garantie bei Bezahlplänen Alles ISO 27001 laut Anbieter Siehe Herstellerdokumentation
1Password Kein Gratisplan 14 Tage Testphase Alles Audits durch Dritte EU-Region verfügbar

Die drei besten Gratisoptionen

Bitwarden Free

Der Gratisplan von Bitwarden ist der großzügigste unter den Cloud-Managern: unbegrenzte Zugangsdaten und Geräte, Passkey-Speicher sowie Apps für Browser, Desktop und Mobilgeräte. Quelloffener Code und eine sichtbare Audit-Historie schaffen Vertrauen, und Sie können die EU-Datenregion wählen. Es fehlen der integrierte Authenticator, der Notfallzugriff und 5 GB Anhangsspeicher, die zu Premium gehören und rund 1,65 USD pro Monat bei Jahreszahlung kosten. Bitwarden rechnet in US-Dollar ab. Siehe Bitwarden-Test.

Proton Pass Free

Proton Pass bietet kostenlos unbegrenzte Zugangsdaten, Notizen, Karten, Geräte und Passkeys, dazu zehn Hide-my-Email-Aliase gegen Spam und Tracking. Die Server stehen in der Schweiz, der Client-Code ist quelloffen. Für den eingebauten Authenticator, sicheres Teilen von Tresoren und unbegrenzte Aliase brauchen Sie den Bezahlplan, der bei Jahreszahlung etwa 3 € pro Monat kostet. Siehe Proton-Pass-Test.

KeePassXC

KeePassXC ist freie, quelloffene Software, die Ihren Tresor in einer lokalen Datei hält, ohne Konto und ohne Abo. Passkeys unterstützt es über die Browser-Erweiterung, und es hat ein unabhängiges Audit hinter sich. Sie müssen die Datei selbst zwischen Geräten synchronisieren, sichern und das Master-Passwort im Kopf behalten, denn niemand kann es für Sie wiederherstellen. Es passt zu technisch versierten Nutzern. Siehe KeePassXC-Test.

Der Rest des Feldes

NordPass hat einen Gratisplan mit Einschränkungen bei der Nutzung über mehrere Geräte, was viele zu Premium lenkt. Keeper hat seine Pläne im Februar 2026 neu geordnet und führt eine begrenzte Gratisstufe, prüfen Sie deren Umfang, bevor Sie sich darauf verlassen. Dashlane hat den Gratisplan im September 2025 eingestellt und arbeitet nur noch mit Bezahlplänen. 1Password hatte nie eine dauerhafte Gratisstufe, nur eine Testphase. Als Bezahlprodukte vergleichen Sie sie in den Tests zu 1Password, NordPass, Keeper und Dashlane.

Eingebaute Manager

Browser, iOS und Android bringen kostenlose Passwort- und Passkey-Speicher mit. Sie sind besser als wiederverwendete Passwörter und einfach für den Einstieg. Dafür bekommen Sie Ökosystem-Bindung, weniger Möglichkeiten beim Teilen und der Wiederherstellung und weniger Wahl beim Datenstandort. Wer mehrere Plattformen nutzt, fährt mit einem eigenständigen Manager einfacher.

Grenzen, die Sie vor der Entscheidung prüfen sollten

Gratispläne sind nicht gleich, und die Grenzen stören am meisten, wenn man sie spät bemerkt. Achten Sie auf vier Punkte:

  1. Gerätesynchronisierung. Ein Plan, der nur auf einem Gerät läuft, ist eine verkappte Testversion. Bitwarden und Proton Pass synchronisieren kostenlos über unbegrenzt viele Geräte.
  2. Zwei-Faktor-Codes. Einmalcodes neben dem Passwort zu speichern ist bequem, bei Bitwarden und Proton aber eine Bezahlfunktion. Die Codes in einer getrennten Authenticator-App zu halten, ist eine solide Alternative, die nichts kostet.
  3. Teilen. Gratispläne erlauben meist kein oder nur sehr begrenztes Teilen, was spätestens zählt, wenn Partner oder Familie dieselben Zugänge brauchen.
  4. Wiederherstellung. Gratisnutzer bekommen wenig persönliche Hilfe. Bewahren Sie Wiederherstellungscodes und eine Kopie des Wiederherstellungsmaterials offline auf, denn der Support kann Ihren Tresor nicht lesen.

Von gratis zu bezahlt und wieder hinaus

Ein Upgrade im selben Produkt ist einfach, weil Ihr Tresor bleibt, wo er ist. Der Wechsel zu einem anderen Manager braucht Export und Import. Machen Sie früh einen Test-Export und bedenken Sie, dass CSV-Dateien im Klartext jedes Passwort enthalten: Legen Sie sie nur auf einem verschlüsselten Datenträger ab und löschen Sie sie, sobald der Import durch ist. Ein Manager, der sich nicht in einem brauchbaren Format exportieren lässt, ist eine schlechte Wahl, auch wenn er nichts kostet.

Gratis heißt nicht grenzenloses Vertrauen

Auch ein kostenloser Manager braucht ein langes Master-Passwort, Zwei-Faktor-Authentifizierung und eine Planung der Wiederherstellung. Wählen Sie eine der drei empfohlenen Optionen, richten Sie sie sauber ein, und Sie sind den vielen Menschen weit voraus, die weiter nur im Browser speichern.

Ein sinnvolles Gratis-Setup

Wenn Sie eine konkrete Empfehlung wollen: Installieren Sie Bitwarden oder Proton Pass auf Telefon und Rechner, importieren Sie Ihre Browser-Passwörter und halten Sie Ihre Zwei-Faktor-Codes in einer getrennten Authenticator-App. Das kostet nichts, läuft auf allen Geräten und lässt ein späteres Upgrade offen. Wer ohnehin eigene Geräte und Backups pflegt, kann stattdessen KeePassXC nehmen, mit dem Kompromiss, dass Synchronisierung und Wiederherstellung dann in der eigenen Hand liegen.

Für wen eignet sich was

  • Sie wollen gratis und einfach, mit Cloud-Sync: Bitwarden Free oder Proton Pass Free.
  • Sie mögen Proton Mail oder wollen Aliase: Proton Pass.
  • Ihnen sind Open Source und EU-Hosting wichtig: Bitwarden mit EU-Region oder Selbst-Hosting.
  • Sie wollen keine Konten und volle Kontrolle: KeePassXC.
  • Sie müssen mit der Familie teilen: Wechseln Sie in einen Familienplan oder lesen Sie Passwortmanager für die Familie.

Tipps für den sicheren Gratis-Start

Wählen Sie ein langes, einmaliges Master-Passwort, wie in unserem Ratgeber zu sicheren Passwörtern beschrieben. Aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung für den Tresor, bewahren Sie die Wiederherstellungsdaten offline auf und testen Sie früh einen Export, damit Sie später wechseln können. Danach richten Sie Passkeys für Konten ein, die sie unterstützen.

Die Anbieter in diesem Vergleich

Häufige Fragen

Ist ein kostenloser Passwortmanager sicher?

Ja, wenn er Zero-Knowledge-Verschlüsselung nutzt und geprüft wurde. Die Verschlüsselung ist in Gratis- und Bezahlplänen normalerweise identisch, Bezahlfunktionen bringen Komfort wie Teilen, eingebaute Authenticator und Support. Schützen Sie den Tresor stets mit langem Master-Passwort und Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Wo ist der Haken bei kostenlosen Passwortmanagern?

Anbieter verdienen an Upgrades, deshalb fehlen in Gratisplänen manche Komfortfunktionen. Achten Sie auf Grenzen bei Geräten, geteilten Tresoren, E-Mail-Aliasen und der Speicherung von Zwei-Faktor-Codes, und prüfen Sie, ob sich Ihre Daten für einen Wechsel exportieren lassen.

Reicht der Passwortmanager im Browser?

Er ist weit besser als wiederverwendete Passwörter, und moderne Browser synchronisieren, warnen vor Datenlecks und speichern Passkeys. Ein eigenständiger Manager funktioniert browserübergreifend und in Apps, wird unabhängig geprüft und gibt Ihnen mehr Kontrolle über Export und Wiederherstellung.

Hat Dashlane wirklich den Gratisplan abgeschafft?

Ja. Laut Dashlane lief der Gratisplan im September 2025 aus, neue Nutzer wählen nun einen Bezahlplan mit Geld-zurück-Garantie. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen auf der Seite des Anbieters.

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